
Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Anwohner u.a. der B3 bis voraussichtlich zum 7. November 2010 “für die unvermeidbaren Belastungen und Behinderungen um Verständnis”. Die B3 ist seit dem 11. Oktober auch Umleitungsstrecke für den Verkehr, der sonst durch die Stadt Östringen auf der B292 in Richtung Sinsheim fährt. Zwischen Östringen und Angelbachtal fahren rund 7.500 Fahrzeuge pro Tag; d.h. der Verkehr auf der B3 wurde über Nacht um 70% erhöht.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat einfach die Umleitungsstrecke festgelegt, ohne zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Sinnvoll, wäre es gewesen z.B. eine Pförtnerampel am Ortseingang von Mingolsheim zu platzieren, die den Durchfluss während der vier Wochen B292-Vollsperrung auf der B3 regelt. Eine solche Pförtneranlage ist auch Teil des alternativen Mobilitätskonzepts für Bad Schönborn.
Folgende Fragen stellen sich:
- Was hat die Gemeinde Bad Schönborn unternommen, um die aktuelle Situation (Vollsperrung B292) zu verhindern oder zu entschärfen?
- Inwieweit hat die Gemeinde auf den Zusatzverkehr hingewiesen, insbesondere die Anwohner der B3?
- Zitat aus der Pressemeldung: “Die Umleitungsstrecke führt die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Bruchsal nach Sinsheim ebenso wie in der Gegenrichtung über die B 3, B 39 und die L 546.” Warum wird dieser Verkehr nicht auf die Autobahn A5 verwiesen?
- Welche Alternativen wurden geprüft, die Mingolsheim und die ebenfalls betroffene Gemeinde Mühlhausen nicht derart belastet?