Straßenunterhalt

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Regierungspräsidium erhöht den Verkehr auf der B3 um 70%

Dienstag, Oktober 19th, 2010


Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Anwohner u.a. der B3 bis voraussichtlich zum 7. November 2010 “für die unvermeidbaren Belastungen und Behinderungen um Verständnis”. Die B3 ist seit dem 11. Oktober auch Umleitungsstrecke für den Verkehr, der sonst durch die Stadt Östringen auf der B292 in Richtung Sinsheim fährt. Zwischen ֖stringen und Angelbachtal fahren rund 7.500 Fahrzeuge pro Tag; d.h. der Verkehr auf der B3 wurde über Nacht um 70% erhöht.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat einfach die Umleitungsstrecke festgelegt, ohne zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Sinnvoll, wäre es gewesen z.B. eine Pförtnerampel am Ortseingang von Mingolsheim zu platzieren, die den Durchfluss während der vier Wochen B292-Vollsperrung auf der B3 regelt. Eine solche Pförtneranlage ist auch Teil des alternativen Mobilitätskonzepts für Bad Schönborn.

Folgende Fragen stellen sich:

  1. Was hat die Gemeinde Bad Schönborn unternommen, um die aktuelle Situation (Vollsperrung B292) zu verhindern oder zu entschärfen?
  2. Inwieweit hat die Gemeinde auf den Zusatzverkehr hingewiesen, insbesondere die Anwohner der B3?
  3. Zitat aus der Pressemeldung: “Die Umleitungsstrecke führt die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Bruchsal nach Sinsheim ebenso wie in der Gegenrichtung über die B 3, B 39 und die L 546.” Warum wird dieser Verkehr nicht auf die Autobahn A5 verwiesen?
  4. Welche Alternativen wurden geprüft, die Mingolsheim und die ebenfalls betroffene Gemeinde Mühlhausen nicht derart belastet?

Straße im Angebot: Niemand will die L 560

Mittwoch, Juni 30th, 2010

So titelt heute die BNN einen Artikel zum Stand der Verhandlungen zwischen dem Land und dem Landkreis bzw. der Gemeinde Stutensee.

Der Artikel verdeutlich sehr schön wie es um den Unterhalt unserer Straßen steht: schlecht. Der Regierungspräsident “verwies auf fehlende Mittel und darauf, dass die L 560 beileibe nicht die einzige Landesstraße sei, die für den Lkw-Verkehr habe gesperrt werden müssen.” Gerade mal eine Million Euro steht dem Landkreis Karlsruhe für die Sanierung von Landesstraßen zur Verfügung.

“Schlagloch-Slalom” hält Autofahrer auf Trab

Dienstag, März 16th, 2010

So betitelt die BNN heute einen Beitrag zur Sanierung der Straßenschäden im Landkreis Karlsruhe. Die B 292 Langenbrücken – Östringen wird in diesem Artikel als Schlaglochpiste bezeichnet. Zusätzliche Vorschläge aus dem Umkreis von Bad Schönborn?

“Wir haben mehr Bedarf an Erhaltungsvorhaben als Mittel zur Verfügung stehen.” wird Uwe Herzel vom Regierungspräsidium Karlsruhe zitiert.

Auch im Landkreis Karlsruhe ist der Straßenerhalt die eigentliche Zukunftsaufgabe. Wann werden das die politischen Entscheidungsträger im Kreis einsehen?

Straßenbau: Substanzerhalt ist die eigentliche Zukunftsaufgabe

Sonntag, Februar 21st, 2010

Die Lage der Straßen in Baden-Württemberg war schon vor diesem Winter schlecht. Der Landesrechnungshof Baden-Württemberg hatte im Oktober 2009 dazu festgestellt (Pressemitteilung):

“… Damit die knappen finanziellen Mittel optimal genutzt werden, empfiehlt Präsident Munding der Landesregierung, jährlich zumindest einen festen Betrag für den Erhalt der Landesstraßen zur Verfügung zu stellen. Da es auf Dauer nicht mehr Geld geben wird, müssten die Mittel beim Straßenbau umgeschichtet und neue Prioritäten gesetzt werden: ‘Erhalt geht vor Aus- und Neubau.’ Es ist fiskalisch fragwürdig, das Straßennetz immer mehr zu erweitern und gleichzeitig den Bestand dem schleichenden Verfall preiszugeben. ‘Substanzerhalt ist die eigentliche Zukunftsaufgabe’, so Präsident Munding. …”

Dass die Substanz der bestehenden Straßen angegriffen ist, zeigt sich nach diesem Winter: das Geld von Bund und Land reicht nicht aus, um die Schäden zu beseitigen. Die Landeshauptstadt Stuttgart z.B. muss stattdessen in Schilder investieren: “Achtung Straßenschäden!“:

“… Und auch für die fernere Zukunft kann der Leiter der Bauabteilung nur wenig Hoffnung auf Besserung verbreiten: ‘Die Stuttgarter werden sich an schlechte Straßen gewöhnen müssen.’”

Sollte nicht erst der Erhalt des bestehenden Straßennetzes gesichert sein, bevor in neue Straßen investiert wird? Würden Sie einen Wintergarten an ihr Haus anbauen lassen, wenn ihr Dach undicht ist…?