Beitrag veröffentlicht auf den Seiten des AHNU Bad Schönborn 1981 e.V.
Zu ihrem ersten Treffen im neuen Jahr traf sich die Initiative am 1. März im Bürgerhaus. Die Ereignisse der letzten Monate wurden Revue passieren lassen und die Strategie für das Jahr 2011 besprochen. Die Vorstandschaft des AHNU legte dar, dass sich in der Sache K3575neu deutlich zwei Lager offenbaren.
Zum einen die konsequenten Befürworter für eine schnelle Planfeststellung. Zum anderen eine bürgerschaftliche Allianz, die diese Planung aufgrund der gravierenden Mängel ablehnt. Es gibt inzwischen viele Einwohner – nicht nur innerhalb unserer Initiative, die ihr bürgerschaftliches Engagement konstruktiv bei der Gestaltung dieses Großprojektes einbringen wollen.
Wir vermissen seit Jahren eine ausreichende Legitimation und Transparenz. Die Öffentlichkeit braucht Klarheit über Planungsziele und Alternativen. Der umfassende Dialog mit den Betroffenen und der Öffentlichkeit – zu wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekten – wurde bisher versäumt. Was Bad Schönborn in dieser Situation deshalb gut tun würde, wäre ein Verkehrsforum, bei dem alle Fakten endlich auf den Tisch kommen. Wir haben im ausgangs des Jahres 2010 vor einem Aufkeimen neuen Ortsteildenkens und neuer Rivalitäten zwischen Bevölkerungsteilen in Bad Schönborn gewarnt.
Ebenso hatten wir vorhergesagt, dass ein konsequenter Befürworter dieser Planfeststellung nicht neuer Bürgermeister werden kann. Beide Vorhersagen sind eingetroffen. Die Vorstandschaft teilte der Versammlung mit, dass die detaillierter Ergebnisse der Bürgermeisterwahl, nach Ortsteilen und Wahlbezirken getrennt, auf der Internetseite des Vereins veröffentlicht sind. Die differenzierte Betrachtung zeigt deutlich das Gefälle zwischen den Ortsteilen wie auch die Tendenz zur Präferenz eines Kandidaten, je näher der Wahlbezirk sich der neuen Trasse nähert.
Die K3575-Initiative hat im Jahre 2010 viel bürgerschaftliches Engagement gezeigt. Es wurden zahlreiche Flugblattaktionen, und Veranstaltungen zum Thema für die Bevölkerung angeboten. Wir haben über die aktuelle Planung, ihre Kritikpunkte, neue Rechtslagen bis hin zur Beratung von Stellungnahmen hervorragende Arbeiten geleistet. Dafür gebührt allen Beteiligten ein großer Dank. Leider wurden viele unserer engagierten Beiträge von anderer Seite „Schlecht geredet“ und negiert und haben nebenbei auch einen ernüchternden Umgang bei der Ablehnung jeglicher Relevanz für unser kulturelles Erbe offenbart. Wie inzwischen zu erfahren, kann der Zeitplan für das Planfeststellungsverfahren nicht eingehalten werden, da eine beträchtliche Anzahl von Stellungnahmen und Widersprüchen beim Regierungspräsidium eingetroffen sind.